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Klär- und Deponiegas

Faultüme einer Kläranlage (Foto: Pixabay)Ähnlich wie Biogas (siehe Biomasse) entsteht Klär- und Deponiegas bei der Vergärung von organischen Stoffen, lediglich die Ausgangsstoffe sind etwas anders.

In Kläranlagen entsteht bei der Abwasserreinigung Klärschlamm. Der Klärschlamm wird in Faulbehältern verarbeitet, wobei das organische Material bei erhöhter Temperatur (ca. 35 °C) unter sauerstoffarmen Bedingungen teilweise von Mikroorganismen abgebaut wird. Das bei dem Zersetzungsprozess entstehende Faulgas wird als Klärgas bezeichnet.

In Mülldeponien entsteht analog ebenfalls Faulgas – sogenanntes Deponiegas. Auch hier können bei der Lagerung organischer Stoffe unter anaeroben (sauerstoffarmen) Bedingungen methanbildende Mikroorganismen sehr aktiv werden.


Energetische Nutzung von Klär- und Deponiegas

Der wichtigste Bestandteil der Faulgase ist das brennbare Methan (CH4). In Abhängigkeit von den eingesetzten Substraten schwankt der Methangehalt zwischen 50 und 65 Prozent. Daneben kommt Kohlendioxid (CO2) mit einem Anteil von 35 bis 50 Prozent vor und andere Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefelwasserstoff in geringen Konzentrationen.

Eine energetische Nutzung der Faulgase ist auf verschiedene Weisen möglich, sie können zu Strom, Wärme, Gas oder Treibstoff umgewandelt werden. Der größte Nutzeffekt entsteht, wenn das Gas in einem Gasmotor oder in einer Gasturbine verbrannt wird, wobei einerseits über einen Generator elektrische Energie gewonnen wird und andererseits die Abwärme genutzt wird (Kraft-Wärme-Kopplung).