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Streu- und Räumpflichten beim Winterdienst

So verständlich der Wunsch nach einem "all inclusiv"-Winterdienst auch sein mag, sollten die Bürgerinnen und Bürger eines beherzigen: der Winterdienst hat nicht das Ziel, „sommerliche“ Verhältnisse auf den Straßen und Wegen zu schaffen! Für alle Verkehrsteilnehmer - Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer - bedeutet Winterwetter, dass sie ihr Verhalten und ihre Ausrüstung den Witterungsverhältnissen anpassen und auf Straßen mit Schnee und Eis rechnen müssen. 
Da in den Wintermonaten nun mal Schnee und Eis vom Himmel fallen können, hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen: Was ist zu tun? Und vor allem: wer muss es tun? Denn egal wer wo wann räumen oder streuen muss, gilt: Der Mensch muss sich dem Winterwetter anpassen, umgekehrt geht es nun mal nicht!

Winterdienst auf Gehwegen

Der Winterdienst auf den Bürgersteigen ist im gesamten Stadtgebiet auf die Anlieger übertragen. Das bedeutet:

  • Bei Schneefall müssen die Gehwege in einer Breite von 1,50 m von Schnee geräumt werden. Der Schnee sollte auf dem Gehwegrand (aber nicht auf Radwege) oder notfalls auf dem Fahrbahnrand geschippt werden.
  • Werktags sind Straßen und Gehwege in der Zeit von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr von Schnee und Glätte freizuhalten, Sonn- und feiertags sind Straßen und Gehwege in der Zeit von 9.00 bis 20.00 Uhr zu räumen.
    Nach 20.00 Uhr gefallener Schnee und entstehende Glätte sind werktags bis 7.00 Uhr und sonn- und feiertags bis 9.00 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.
  • Fußgänger- und Autoverkehr dürfen nicht mehr als unbedingt nötig gefährdet oder behindert werden.
  • Hydranten und Straßeneinläufe sind von Schnee und Eis frei zu halten.
  • Bei Eis- und Schneeglätte muss der Fußweg mit abstumpfenden Mitteln gestreut werden; die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen ist grundsätzlich verboten (Ausnahmen sind: besonderen klimatischen Ereignisse wie zum Beispiel Eisregen, in denen durch Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Streuwirkung zu erzielen ist und gefährlichen Gehwegstellen wie zum Beispiel Treppen, Rampen, Brückenauf- oder abgängen, starken Gefälle- bzw. Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten).
    Wichtiger Hinweis:
    Sollten Sie, aus welchen Gründen auch immer, Salz streuen, müssen Sie beachten, dass der angetaute Matsch und das Salzwasser bei Temperaturen unter ca. -7° C gefrieren können. Wenn das passiert, haben Sie am nächsten Morgen die neue „Eisbahn Kerpen“ vor Ihrer Haustüre.
  • In verkehrsberuhigten Bereichen gilt die Winterwartung für die Straßenteile, die für die Benutzung durch Fußgänger vorgesehen sind.
  • Auch gemeinsame Fuß- und Radwege fallen unter die Winterwartung der Anlieger.
  • An Bushaltestellen müssen die Gehwege so von Schnee freigehalten und bei Glätte gestreut werden, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen sowie ein unbehinderter Zugang zu den Haltestellen gewährleistet ist.

Winterdienst auf Fahrbahnen

Die Kolpingstadt Kerpen übernimmt die Winterwartung der im Straßenverzeichnis aufgeführten Straßen. Die restlichen Straßen obliegen den Anliegern. In diesem Falle müssen bei Eis- und Schneeglätte nicht die gesamte Fahrbahn sondern nur

  • auf der Fahrbahn gekennzeichnete Fußgängerüberwege
  • Zebrastreifen und so genannte Querungshilfen (hoch gebaute Mittelinseln)
  • Übergänge für Fußgänger in Fortsetzung der Gehwege an Straßenkreuzungen oder –einmündungen jeweils bis zur Mitte der Fahrbahn gestreut werden, wobei vorrangig abstumpfende Mittel zu verwenden sind.
  • Straßeneinläufe (Gullys) müssen von Schnee und Eis freigehalten werden, um bei Tauwetter den ungehinderten Abfluss des Schmelzwassers zu gewährleisten. Sonst drohen Überschwemmungen und erneute Glatteisbildung! Hydranten sind von Schnee und Eis frei zu halten.

Es sind also die Fußgänger, denen die Anlieger ein möglichst sicheres Fortkommen verschaffen müssen. Selbstverständlich müssen sich aber auch die Fußgänger durch entsprechendes Schuhwerk den Witterungsverhältnissen anpassen!